Ein Herz auf vier Pfoten – die alternative Therapie

Hallo ihr Lieben,

wie ihr ja wisst ist der kleine Watson am 22.10 eingezogen. Lang hatte ich überlegt, ob ich diese Verantwortung mit einer chronischen Erkrankung und deren Einschränkungen tragen kann. Irgendwie hat man ja doch die Befürchtung, dass man so einem Lebewesen dann nicht gerecht werden könnte. Denn für einen Menschen ist der Hund ein Teil seines Lebens, jedoch für einen Hund ist sein Mensch sein Leben.

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Ich bin glücklich, dass ich es gewagt habe. Die ersten Wochen mit dem kleinen Beagle waren unglaublich aufregend. Wir kannten uns zwar schon etwas von den zahlreichen Besuchen, aber es war für ihn ein ganz schönes Abenteuer sein altes Zuhause zu verlassen. Völlig übermüdet hatte ich in den ersten Tagen Angst, dass mein Bauch mich getäuscht hatte und ich mir zuviel zumutete.

Jedoch stellte ich fest, dass es mir besser ging. Trotz der Übermüdung und Unsicherheit in den ersten Wochen fühlte ich mich irgendwie gut.

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Die Betreuung des Welpen war sehr intensiv und mein Fokus lag auf einmal nicht mehr bei mir und den Symptomen der Erkrankung. Da glaubt man doch, dass die Welpenzeit so „stressig“ ist… ja, es erfordert Geduld, Konsequenz und flexible Schlafzeiten, jedoch bekommt man so viel zurück. Ein kleines Lebewesen, was anfängt Dir zu vertrauen, Nähe und Schutz zu suchen.  Es nimmt mir sogar unglaublich viel Stress aus dem Tag und die frische Luft bekommt mir in dieser Menge wirklich richtig gut. Auch, wenn ich anfangs gut und gern auf die nächtlichen Ausflüge im Schlafanzug hätte verzichten können.

Der Kleine tut mir einfach so unfassbar gut. Natürlich ist gibt es viele Verpflichtungen und ein wenig Fremdsteuerung durch seine Bedürfnisse… aber das ist vollkommen egal, wenn man so viel Liebe und wertvolle Momente geschenkt bekommt.

Mittlerweile schlafen wir wieder Nachts durch und können Spaziergänge machen. Es ist nicht nur ein:  „wir stehen in der Kälte herum und warten bis er sein Geschäft verrichten konnte“ sondern ein „wir gehen und erkunden die Umgebung“.

Mein Fazit nach dieser Zeit: Mein Leben hat sich entschleunigt. Die Bewegung und die frische Luft haben dazu geführt, dass ich deutlich weniger Schmerzen wahrnehme und sich mein gesamter Zustand verbessert hat. Selbst an Tagen, an denen es mir mal nicht gut ging, musste ich mich aufraffen. Dies habe ich dann auch gar nicht als Belastung angesehen, denn meist ging es mir nach dem Spiel mit Watson oder einem Gassigang auch meist direkt besser. Die Spaziergänge an der frischen Luft bekommen mir und dem Crohn sehr gut. Bauchschmerzen, Übelkeit und Gelenkschmerzen laufen wir einfach weg.Er lenkt mich ab, wenn ich Schmerzen habe. Beruhigt mich, wenn ich gestresst bin. Bringt mich zum Lachen, auch, wenn mir zuvor vielleicht nicht danach war.

Selbst, wenn ich dann doch mal wieder sehr bei mir bin, ist dies schnell verflogen, sobald er zu mir getapst kommt oder wieder irgendwas Tollpatschiges anstellt.

Es liegt noch viel Arbeit vor mir mit dem Kleinen. Er hat seinen eigenen Charakter. Das finde ich aber auch gut. Aber ich merke auch, dass, wenn es drauf ankommt, dann spürt er das und steht mir bei. Wir sind schon jetzt ein gutes Team.

Und ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass es ein Zufall ist, dass es mir besser geht seitdem er an meiner Seite ist.

Und habe ich mal schwache Momente, dann stupst mich wer an mit seiner feuchten Nase und will mir sagen: ist doch gar nicht so schlimm, denk positiv, lass uns spielen 🐾

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