Du siehst aber gut aus!

Segen oder Fluch?

Vielleicht klingt es echt bescheuert, aber vielleicht kennt ihr dieses Gefühl auch. Eigentlich sollte ich mich glücklich schätzen, dass mir nicht jeder direkt die Schmerzen, die vielen Medikamente, die schlaflosen Nächte und die Sorgen ansehen kann. Froh sollte ich darüber sein, dass ich keine Erkrankung habe, die sich so stark sichtbar ausprägt. Das bin ich auch sehr! Aber es gibt auch Momente, in denen es schwer fällt sich über ein schönes & gut gemeintes Kompliment wie „Du siehst aber toll aus!“ gar nicht so sehr freuen kann wie man möchte  – innerlich denkt man sich „aber ich fühle mich beschissen“…

Das „fit und gut“ aussehen birgt die Gefahr, dass das Umfeld gar nicht merkt, dass man selbst gerade nicht so gut drauf ist und wie ein normaler, gesunder Mensch mithalten kann. Also bist Du selbst vielmehr in der Pflicht auf Dich selbst Acht zu geben. Wenn jemand mit Krücken rumläuft sehen die Leute es direkt und nehmen im besten Falle direkt Rücksicht, halten Dir die Tür auf und so weiter…

Mir hat es geholfen meinem Umfeld offen zu erzählen, was gerade geht und was nicht. So kann ich mich wieder über Komplimente freuen und fühle mich trotzdem nicht unter Druck gesetzt so fit zu sein, wie ich vielleicht den Eindruck mache.

Im Arbeitsumfeld fällt mir dies noch etwas schwerer, ich hoffe aber, dass ich auch da einen guten Weg finde, mich selbst nicht zu überfordern und auf meinen Körper zu hören.

Mein Fazit also: Es ist ein Segen, denn der Fluch kann durch das eigene Verhalten aufgehoben werden!!

Was sind Eure Erfahrungen? Kennt ihr dieses Gefühl? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

4 Gedanken zu “Du siehst aber gut aus!

  1. Ich wurde gerade erst vor ein paar Wochen als Simulant betitelt da ich auf Grund meines Äußeren ja nicht wirklich krank sein kann ….Und das vom Geschäftsführer des INTEGRATIONSBETRIEBES in dem ich tätig bin ….fühlt sich toll an 🙂 NICHT

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    • Ohja – nicht gut. Ich finde das unglaublich verletztend. Dann ist man so tapfer, tut etwas für seinen Körper und jammert nicht…und als Dank bekommt man dann sowas zu hören. Gar nicht schön. Tut mir leid, dass Du die Erfahrung machen musstest. Echt krass, dass ein GF eines Integrationsbetriebes darauf nicht sensibilisiert ist….traurig.

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      • Ja das sehe ich auch so ich war auch etwas erstaunt …Schließlich hat er selbst einen schwerbehinderten Sohn und man sollte meinen er lege da etwas mehr Verständnis an den Tag aber vllt ist es auch genau deshalb …Denn seinem Sohn sieht man es leider an

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      • Das ist sicherlich der Knackpunkt. Und wir leiden zum Teil auch unter dem Verhalten einiger Simulanten…denn leider machen sie es uns schwerer…dadurch,dass sie was vorgaukeln, fällt Arbeitgebern es schwerer zu vertrauen.

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