Reisen mit CED: Ich packe meinen Koffer und nehme mit….

diesen Urlaub war die Vorbereitung nicht so kompliziert wie zum Beispiel eine Flugreise ins Ausland. Nichts desto trotz hat mich diese Reise zu dem folgenden Beitrag inspiriert, denn, wenn es mal weiter weg geht, dann ist ein wenig Planung wirklich sehr wichtig für Euch.

Je weiter weg desto aufwändiger die Vorbereitungen. Hier schlägt wieder mein Logistiker-Herz hoch: Planung 🙂

Aber es ist wirklich wichtig sich gut vorzubereiten, damit später der Urlaub nicht zum Reinfall wird – ähm bei uns CEDler wohl auch zum Durchfall führt. Oder sogar im schlimmsten Falle einen Schub hervorruft.

Die Reisevorbereitungen sollten so früh wie möglich erfolgen. Also empfehlenswert ist es erstmal die aktuelle Krankheitsaktivität einschätzen zu lassen, falls ihr sowieso nicht in engen Abständen beim Doc seid – wenn Du dann grünes Licht für eine Reise bekommst, dann sprich´bitte Deinen Arzt darauf an, was Du vorbereitend tun kannst. Je nach Reiseziel, Reisedauer und Reiseablauf benötigst Du ggf. gesonderte Medikamente oder sogar Impfungen. Komplizierter wird es bei den Medikamenten die gekühlt werden müssen, hier solltest Du dann auch dafür sorgen, dass Du auf deiner Reise gesichert die Bedingungen hast, die Medikamente so aufbewahren zu können, wie es vorgesehen ist. Bei Impfungen achtet ihr bitte darauf, dass ihr keine Lebendimpfstoffe bekommt, wenn ihr immunsuppressiv behandelt werdet – das kann ganz böse nach hinten losgehen! Aber das sollte Euer Arzt wissen. Es gibt auf jeden Fall eine Empfehlung für Reiseimpfungen mit CED gemäß der deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, wo diese entnommen werden können. Da stehen eine ganze Palette von Impfungen gegen Cholera, zu FSME, Hepatitis, bis hin zu Tollwut und Typhus.

Hier ein paar nützliche Links zur Vorbereitung: CRM – Centrum für ReisemedizinFORUM Reisen und Medizin e.V.Service des Reisemedizinischen Zentrums, Tropeninstitut Hamburg

Da es sein kann, dass Du trotz guter Vorbereitung stärkere Durchfälle bekommst, sollest Du vorher mit dem Arzt absprechen, was dann zu tun ist (Kortison erhöhen? Notfallantibiotikum?). Denn durch den Flüssigkeitsverlust kann es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und dadurch zu Komplikationen bei der immunsupprimierenden Behandlung oder es zu einem Wirkungsverlust durch die verminderte Aufnahme der Medikamente kommen.

Da nicht unbedingt gewährleistet ist, dass vor Ort eine sofortige ärztliche Vorstellung erfolgen kann, ist es wirklich sinnvoll sich von daheim für den Fall der Fälle was mitgeben zu lassen vom Doc. Aber trotzdem solltet ihr sicherstellen, dass ihr eine Auslandkrankenversicherung abgeschlossen habt und falls die Eigenmedikation nicht ausreicht, über die dortige ärztliche Versorgung informiert sein.

Also was kommt jetzt in den Koffer rein?

  • Ausreichend Eigenmedikation – wenn erforderlich Kühlung beachten
  • Desinfektionsmittel
  • Medikamente gegen Fieber und Schmerzen
  • Fieberthermometer
  • Sonnenschutz (besonders wichtig je nach Medikation auch Blocker!!)
  • Rehydrationslösung
  • ggf. Notfallantibiotikum
  • Impfausweis oder Kopie
  • aktueller Verordnungsplan – ggf. auch Bescheinigung nach Betäubungsmittelgesetz, damit es keinen Ärger bei der Einfuhr gibt!
  • letzter Arztbericht
  • Verbandsmaterial

und natürlich dann den Rest, den ihr sonst noch so braucht 😉

Und denkt dran: Koche es, gare es, schäle es oder vergiss´es!!

Das Infektionsrisiko auf Reisen lässt sich durch sorgfältige Hygiene-Maßnahmen deutlich reduzieren. Also regelmäßig Pfötchen waschen, meide Eiswürfel, trinke lieber aus original verschlossenen Trinkflaschen und und und….

Und nach der ganzen Panikmache und Planung, wird nämlich alles gut gehen, nichts passieren und ihr könnt den Urlaub gut genießen. Das ist nämlich wie mit dem Schirm, wenn Du ihn dabei hast, regnet es nicht.

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