SCRUM soll es so sein 

Pläne sind da um ständig angepasst zu werden?! Nööö, ähm eigentlich ja nicht der Plan. Und ich bin von Natur aus ein Megaplaner…ahhhh!

Im Zuge einer Schulung lernte ich ein Modell kennen, was unterschiedliche Charakteren in Kategorien einteilt. Jede dieser ist wichtig für das Funktionieren eines Team, eine komplett extreme Ausprägung gibt es eher selten. Ich bin Planer und Macher zu gleich. Hört sich widersprüchlich an, ist es aber nicht. Ich plane gern, fühle mich gern sicher. Wenn ich dann aber die Entscheidung getroffen habe, dann muss das auch umgesetzt werden ohne, dass mich jemand aufhält.

Bist du ein Macher? Eher der Planer? Der Bewahrer…. oder eher der Kreative? (bei Interesse: Schau hierzu mal einen Beitrag von Jasmin Schürmann) Was für ein Typ bist du?

Ich komme beruflich aus dem Umfeld einer Prozess- und IT-Beratung. Habe mir also meine Vorliebe fürs Planen, Analysieren, Optimieren und Organisieren zum Beruf gemacht, indem ich hauptsächlich in Projekten involviert war.

In der Softwareentwicklung gibt es das sogenannte im Titel erwähnte SCRUM-Modell. Ohne Euch jetzt hier eine kleine BWL oder Informatik Veranstaltung draus zu machen, möchte ich Euch kurz die Grundzüge erläutern…..

Der Ansatz von Scrum ist empirisch, inkrementell und iterativ. Da viele Entwicklungsprojekte zu komplex sind, um in einen vollumfänglichen Plan gefasst werden zu können, möchte dieses Verfahren so Abhilfe schaffen.

Ein wesentlicher Teil der Anforderungen und der Lösungsansätze ist zu Beginn unklar. Diese Unklarheit lässt sich beseitigen, indem Zwischenergebnisse geschaffen werden. Man wird also je weiter man im Projekt ist immer schlauer und erhält neue Kenntnisse. Anhand dieser Zwischenergebnisse lassen sich die fehlenden Anforderungen und Lösungstechniken effizienter finden als durch eine abstrakte Klärungsphase.

In Scrum wird neben dem Produkt auch die Planung iterativ und inkrementell entwickelt. Der langfristige Plan (das Product Backlog) wird kontinuierlich verfeinert und verbessert. Der Detailplan (das Sprint Backlog) wird nur für den jeweils nächsten Zyklus (den Sprint) erstellt. Damit wird die Projektplanung auf das Wesentliche fokussiert. (Guckst Du Wikipedia – Die Definition)

Manche Modelle, die wir vielleicht aus dem beruflichen Umfeld kennen, lassen sich meist sehr simpel auf Deine persönliche Situation anpassen. Und manchmal macht es einem viele eigentlich so klare Dinge erstmal richtig deutlich. Man hat es dann schwarz auf weiß oder in Farbe und bunt vor Augen in Form einer Tabelle, Analyse oder Kuchendiagramms. Ok, das letztere ist vielleicht übertrieben.

Aber ganz ehrlich, jeder von Euch hat mal ne stupide Pro- und Contraliste aufgestellt bevor er eine wichtige Entscheidung treffen musste – nicht wahr?!

Das ist das Grundprinzip, was ich meine. Kleine Hilfsmittel können helfen Euch Dinge klarer zu sehen und vielleicht auch die Gefahr sich selbst etwas vorzumachen entschärfen.

Wobei – sagt mal, habt ihr Euch auch schon mal beim aus dem Finger saugen von Pro’s erwischt, weil ihr einfach Bock auf „Pro“ hattet leider aber viel mehr Contras auf der Gegenseite?

Jo – ich schon. Aber da gibt’s ja die super subjektivierende Maßnahme der Gewichtung 😋 Welches der Spiegelstriche ist mir wie wichtig und in welchen Teilen beeinflusst es mich in meiner Entscheidung?

So geht es mir gerade auch wieder. Wasserfallmethodisch mit iterativen Vorgehen, welche Rückschleifen erlaubt. Vielleicht sind sogar auch neue Ziele erlaubt?

Ursprünglich dachte ich mit diesem Blog auch viele sportliche Themen anzuschneiden, Workouts zu posten, Mut zu machen, dass man auch mit körperlichen Einschränkungen Fitness betreiben kann. „Krank und fit“ sozusagen. Nun liegt der Fokus eher auf der inneren Stärke und auch Ernährungsaspekten. Und wieso denn jetzt das?

Tja, that’s life -genau! Läuft halt eben anders als wie geplant, wa?!

Das ist eins der Dinge die ich immer besser lerne – Flexibilität. Ich versuche durch überraschende Ereignisse, Diagnosen oder sonstiges Unerwartetes nicht in eine Schockstarre zu verfallen und mich nicht an meinen ursprünglichen Plan festzuklammern. Sondern vielmehr versuche ich flexibel zu adjustieren und kalibrieren. Dann wären wir auch schon wieder beim Resilienzthema.

Analysiere: Annehmen oder Ändern?; Akzeptieren; Umdenken….zusammenraufen und es Dir selbst beweisen und Dich schnell wieder gut fühlen.

Durch den leider wieder schlechteren körperlichen Zustand sind eben diese Themen wieder eher in den Fokus gerückt. Meine sportlichen Ziele muss ich nun erstmal etwas zurückstellen ohne daran noch schwächer zu werden. Denn auch diese Reise, wird mich einen Schritt weiterführen, erfahrener und gestärkter herausgehen lassen. Also müsst ihr damit erstmal Vorlieb nehmen. Dennoch hoffe ich, dass auch diese geistigen Ergüsse Euer Interesse treffen und von Nutzen sind.

Nachdem ich jetzt ein paar Wochen mit der Entzündung im Brustkorb zu kämpfen hatte, habe ich heute erfahren, dass nächste Woche eine kleine OP auf meinem Plan steht. Und das nur indirekt oder vielleicht auch gar nicht bedingt durch den Morbus Crohn. Ich will gar nicht ins Detail gehen, nur sagen, dass ich nun schaue, ob ich meine schlauen Tipps der letzten Tage auch selbst nochmal umsetzen kann.

Ich möchte jetzt nicht in Panik geraten und das Karusell anstupsen: „Geht alles gut?“, „Geht’s mir nachher besser?“ , „Was sagen die wohl bei der Arbeit?“ , „Schaffe ich das denn überhaupt mit dem Arbeiten?“, „Hoffentlich laufen mir meine Freunde nicht weg“, “ Wie lang trägt mein Liebster und meine Familie das alles noch mit?“, „Ich möchte sie lieber glücklich als traurig machen!“ , „Muss ich jetzt wieder von vorne Kondition aufbauen?“ , „Kann ich das finanziell noch stemmen?, „Bin ich undankbar, indem ich mir derartige Sorgen mache?“ ….. NEIN! STOPP!!

Ich werde optimistisch nach Vorne schauen. Verrückt machen bringt jetzt nichts. Dass die OP notwendig ist, ist nicht in Frage zu stellen. Haken dran. Jetzt glaube ich, dass es gut verläuft und es mir danach schnell besser gehen wird. Und bis es soweit ist, drehe ich den Geschwindigkeitsregler runter und schaue was geht und was eben nicht.

So soll es sein.

3 Gedanken zu “SCRUM soll es so sein 

  1. Pingback: Vom Opfer zum Manager! | evalescam

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