Trenne Dich von Gestern, um Morgen zu haben

Boar, das klingt mal wieder mega altklug der Spruch – aber er ist so wahr und lässt sich auf viele Bereiche übertragen. Wenn man es jetzt auf die Veränderungen in meinem Leben mit Morbus Crohn bezieht, gibt es selbst da schon viele Bereiche auf die es sich anwenden lässt.

Ich musste lernen mich von „alten,guten Zeiten“ mit meinen „guten,alten Freunden“ zu trennen. Denn leider musste ich die Erkenntnis machen, dass nur einige wenige die Ernsthaftigkeit in unsere Freundschaft gelegt haben, um mit mir gemeinsam durch nicht so schöne Zeiten zu gehen. Eine Zeit lang hat mich das extrem runtergezogen. Denn ich selbst hatte mir das ja nicht ausgesucht. Ich hatte mir nicht gewünscht ständig abzusagen, daheim bleiben zu müssen oder spontan abzuspringen. Von diesen belastenden Bekanntschaften, die mir einen Vorwurf für Dinge gemacht haben, die ich nicht zu verantworten habe, habe ich mich irgendwann getrennt und es geht mir besser damit!!

Zweites Beispiel ist die allgemeine Fitness. Ich war ziemlich gut drauf vor Auftreten des Morbus Crohn. Mehrfach die Woche hat es mich zum Sport getrieben, egal wie lang und anstrengend der Tag davor war. Heute muss ich mich entscheiden zwischen den Aktivitäten. Denn für Alles zusammen habe ich momentan noch keine Kraft. Wer weiß wie es in Zukunft sein wird? Nur habe ich gespürt, dass mich der Vergleich zu meiner früheren Konstitution ziemlich traurig hat stimmen lassen. Das kann ja nur deprimieren, wenn ich mich mit jedem Versuch Sport zu treiben an meinem früheren, fitteren Ich messe. Ich werde das in Zukunft tunlichst vermeiden. Mein Ziel ist es mich über meine aktuellen Entwicklungen zu freuen und mich an den aktuellen Maßstäben zu messen. Hier muss ich mich von Gestern trennen, um mich Morgen über meine Entwicklung freuen zu können.

Drittes Beispiel ist die Ernährung. Besonders momentan, während ich die Ernährungsumstellung umsetze, gelüstet es mir sehr nach Dingen, die ich vorher gegessen habe. Ich musste an die Diäten denken, die ich schon alle probiert habe und die nicht so erfolgsträchtig waren wie erhofft. Aber, wenn ich jetzt nicht diszipliniert genug bin, mich von alten Ernährungsgewohnheiten zu trennen, kann ich vielleicht Morgen keine Erkenntnis darüber gewinnen, ob es mir was gebracht hätte?! Also Grund genug durchzuhalten!

Trennungen sind nicht leicht, sie können sogar sehr weh tun. Insbesondere, wenn es fest eingefahrene Verhaltensmuster sind oder es sich um zwischenmenschliche Beziehungen handelt. Aber häufig lohnt es sich Dinge zu überdenken und Freundschaften in Frage zu stellen, wenn sie einen selbst nicht gut tun, schadet, enttäuscht wird oder man sich selbst nicht treu bleiben kann dabei. Denn erst dann kann man wieder wachsen, Wunden heilen lassen, Lernen und sich Neuem öffnen.

puh, war ich jetzt zu philosophisch? Sorry – irgendwie kam mir das so in den Kopf – beim Teetrinken mal wieder 😉

Was verbindet ihr mit dem Satz: „Trenne Dich von Gestern, um ein Morgen zu haben“?

 

 

 

 

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