Haken dran und weiter! Resilienz Faktor: Akzeptanz

„Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, stellte schon Friedrich Nietzsche fest.

Resiliente Menschen akzeptieren Veränderungen, statt dagegen anzukämpfen. Es hilft sehr Veränderungen als Teil deines Lebens anzunehmen und Krisen als überwindbare Phasen anzusehen. Es ist wichtig sich veränderten Situationen anzupassen, aber auch zu akzeptieren, dass es nicht immer unbedingt eine Lösung gibt. Im Optimalfall erkennst Du dann bei jedem Mal besser, wenn es wirklich keine Lösung für das Problem gibt und es ok ist, dass Du nicht auf jede Frage spontan eine Antwort hast. Nehme Dinge auch einfach mal hin.

Besonders schwer fiel mir das die Tatsache, dass ich „krank“ bin anzunehmen – in den ersten Monaten wehrte ich mich regelrecht dagegen. Wollte mit den Kopf durch die Wand. Ich sage Euch, ich habe mir damit selbst das Leben noch schwerer gemacht. Es war kein Schalter, den ich umgelegt habe –  vielmehr ein Annehm-Prozess. Aber jetzt kann ich viele Dinge viel entspannter angehen und habe nicht meine gesamte Kraft sinnlos verballert mich über Dinge zu ärgern, die ich nicht kontrollieren bzw. ändern kann.

Eine Übung zum Residenz-Faktor Akzeptanz ist es also zu Akzeptieren, was unvermeidbar ist. Das können eigene Eigenschaften sein oder Verhaltensweisen von anderen Personen oder Aspekte der Umwelt, die Du nicht ändern kannst: das Älterwerden, eine Erkrankung, unfaire Kollegen, unangenehme Aufgaben. Meckern, Jammern, Aufregen und Klagen verbessert deine Situation nicht. Sie raubt Dir eher noch Nerven und Kraft. Suche lieber stattdessen gezielt nach Vorteilen: Welchen Nutzen hab ich davon, wenn Sie beispielsweise eine unangenehme Aufgabe akzeptieren? Gehe gelassener an die Aufgabe heran. Oder denk´dran „schlimmer geht immer“ – male Dir aus, wie es noch schlimmer kommen könnte. Und schwups sieht Deine jetzige Lage besser aus und macht es Dir einfacher, sie zu akzeptieren.

Im Leben sammeln wir zahlreiche Erfahrungen, einige sind positive, andere sind vielleicht nicht so glücklich. Jedoch macht uns alles, was wir in der Vergangenheit getan oder unterlassen haben, zu der Person, die wir heute sind.

Diese Tatsache fällt nicht jedem leicht zu akzeptieren. Sie verlieren sich immer wieder mal in Gedankenkreisel: „Ach hätte ich doch nur…“. Energie, die in die Vergangenheit gerichtet ist, nützt wenig. Es gilt, sich auf die Gegenwart zu fokussieren, mehr in die Zukunft zu schauen und sich Gedanken zu machen, was ab jetzt besser werden soll und wie wir das konkret umsetzen können.

Dafür musst Du aber erstmal einen Punkt machen und das „Alte“ akzeptieren und wertschätzen. Dann kannst Du anschließend das „Neue“ ins Auge fassen und Dich darauf ausrichten. Das kann auch enorm befreiend sein.

Gönne Dir ruhig mal eine kleine Auszeit, um bewusst zu reflektieren, was Dir in der Vergangenheit gut getan hat und Dich unterstützt hat. Das, was in der Vergangenheit nicht so gut lief, solltest Du dann spätestens anfangen loszulassen. Hier helfen auch Rituale wie z.B. aufschreiben und dann den Zettel verbrennen, Fotos vom Ex-Freund/Freundin verbrennen, alte Kleidung wegschmeißen, die eh nimmer passt, Wohnung umräumen & „neu“ anfangen.

Und dann nach dem Kurzen Blick nach hinten, um etwas daraus zu lernen, den Blick zurück nach vorne. Schaue mal bei Dir selbst – ich fand irre mit welchen Dinge ich es mir teils selbst unnötig schwer gemacht habe.

Mittlerweile motiviert es mich Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann und die dadurch gesparte Kraft zu investieren, das Beste aus der Situation zu machen.

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