Wochenrückblick 

Ich wünsche Euch einen schönen Nikolaustag!  Jetzt haben wir schon den zweiten Advent und Nikolaus. Irgendwie rast die Zeit. Ich habe das früher immer belächelt, wenn die „älteren“ Leute um mich herum diese Floskel aussprachen. Aber ich bin auch irgendwie froh, dass es mir so vorkommt. Denn letztes Jahr um diese Zeit ging es mir wesentlich schlechter und zeitweise hatte man das Gefühl der Tag würde kein Ende nehmen und ich sehnte mich nach Nachtruhe. Ein gutes Zeichen also, wenn die Zeit verfliegt. So verflog auch diese Woche. Am Montag Abend ging ich zur Pilatesstunde. Diesmal stand Strechting im Vordergrund. Wie ich finde ist dies sehr wichtig zu machen. Vor allem, wenn man eine CED hat. Denn durch die Schmerzen und die Krämpfe verspannt man im ganzen Körper. Das leichte Dehnen schafft dort Erleichterung, auch, wenn es im ersten Moment fies ziept. Jedoch merke ich mit jeder Wiederholung der Übung wie der Körper geschmeidiger wird und der Bauch sich auf die Entspannung einlässt.  Ein Traum sage ich Euch ist dieses Gefühl danach, ich habe geschlafen wie ein Bär im Winterschlaf.

Das nächste Workout stand dann am Donnerstag an. Diesmal gab es eine Technik-Stunde. In den Technikstunden arbeiten wir nicht an irgendwelchen Choreographien, sondern erlernen neue Figuren bzw. Tricks.  Mein neuer Erfolg ist der sogenannte „Brass Monkey“. Diese Übung ist von mir noch nicht optimal ausgeführt, jedoch bin ich stolz über den guten Anfang. Die Füße müssen dann irgendwann näher an den Popo, das Ganze könnte man noch von höher aus starten und die Arme sogar auch lösen. Ich backe dann lieber erstmal kleine Brötchen und freue mich über den Erfolg.

Das viele Üben blieb nicht ohne Spuren. Ich war übersät von „Pole-Kisses“ wie man so schön sagt. Naja, wer keine blauen Flecke hat nach der Pole-Technikstunde, der hat auch nicht trainiert…

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Das Wochenende bestand nun aus einem Mix aus Entspannen, Backen & weiteren kleinen Workouts. Ich habe das Ziel, dass ich insgesamt wieder etwas fitter werde. Da meine Kondition, die Schmerzen und der Zustand allgemein es nicht zulässt längere anstrengende Workouts durchzustehen,  führe ich lieber mehrfach kürzere durch. Hierzu habe ich am Wochenende zum ersten Mal eine App ausprobiert, die sich „Zova“nennt.

Es hat mir Spaß gemacht damit zu trainieren. Die Übungen sind auf einem machbaren Niveau, sodass man sich nicht überfordert fühlt und es gibt viele kostenfreie Routinen. Wenn man das professionalisieren möchte, kann man sich dort einen Account erstellen, seine Erfolge tracken und weitere Workout-Routinen verfügbar machen. Das habe ich aber jetzt noch nicht getestet. Vielleicht mache ich das noch –  mal sehen.

 

Unter anderem habe ich etwas Gebäck zubereitet. Den Teig und die Kügelchen die ihr hier seht, besteht aus:

  • 250g Dinkelmehl
  • 70g Rohrzucker
  • 10g Agavendicksaft
  • 50g gehackte Mandeln
  • 150g Butter/Margarine
  • 2 Eigelb
  • ein bißchen Vanille (Aroma, Schote,Vanillinzucker je nach Gusto)

stellt den Teig dann mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, danach könnt ihr ihn wie ihr wollt bearbeiten. Ich habe einfach mal Cocosflocken drumherum gemacht.

Ja,ich bin zwar sehr glücklich mit der Entwicklung und mit dem, was ich in den letzten Jahren dazu gelernt habe, was die Krankheitsbewältigung angeht. Aber irgendwie hatte ich in den letzten Tagen auch zwischendurch einfach auch mal die Schnauze voll vom immer schlapp und krank fühlen. Zwischendurch muss das glaube ich einfach auch mal sein. Ich weiß auch nicht, warum und wieso es mich auf einmal einholte. Manchmal wünsche ich mir mal einen Tag, an dem ich mich rund um fit fühle… aber irgendwie wünsche ich es mir auch nicht, denn dann ist es danach bestimmt blöder, weil man wieder weiß wie schön das ist. Ach, und dann denke ich mir wieder im nächsten Moment…wie undankbar Madame, Dir könnte es viel schlechter gehen.

Ja, so ist das und das weiß ich wirklich auch zu schätzen.

Ich bin froh über das, was ich trotz der Erkrankung in den letzten Jahren erreichen konnte. Dass ich immer wieder Aufgestanden bin…. dass ich den Sport trotz Einschränkungen mache auch, wenn die ersten Minuten manchmal echt die Hölle sind… dass ich mich wieder selbst liebe, auch, wenn die Medikamente mein Äußeres und Inneres teils verändern… dass ich immer noch daran glaube, dass es noch besser werden kann… dass ich die Disziplin habe, mich so zu verhalten wie es erforderlich ist… dass ich gelernt habe neue Genüsse zu definieren… dass ich mich nicht mehr ganz so unwohl fühle, wenn ich früher das Büro verlasse als andere, auch,wenn komisch geguckt wird manchmal… dass ich offen mit der Erkrankung umgehe und mich nicht mehr versuche zu schämen…. dass ich die Schuld für das nicht Können mancher Dinge nicht mehr nur bei mir suche, sondern gewisse Reaktionen als gegeben annehme und das Beste daraus mache… dass ich hier diesen Blog schreibe und es mir sehr gut tut….

Aber zwischendurch muss man auch mal laut „Scheiße“ sagen und dann lächelnd weitermachen.

Ich wünsche Euch einen schönen zweiten Advent – ich hoffe ihr ward schön brav und Euere Stiefel prall gefüllt?!

Lieben Gruß und bis bald

2 Gedanken zu “Wochenrückblick 

  1. Liebe Eva, danke, dass du uns teilhaben lässt, dass du so wunderschön und ehrlich, berührend und Mut machend von dir schreibst! Du bist auf einem tollen Weg und lebst eine Achtsamkeit, die dich oft Kraft kostet und Unmut, das glaube ich!, aber: es ist auch ein Weg und eine Lebenshaltung,die viele Menschen, die nicht krank sind, sich oft ersehnen und nicht hinkriegen, so erlebe ich das jedenfalls (ebenfalls krank, nicht normal arbeitsfähig, „anders“ – aber auch mit mehr Lebensqualität, seit ich angefange habe, mich und meine wenige Kraft so anzunehmen, wie es gerade ist, mit guten und schlechten Tagen). Ganz liebe Grüße, deine Miriam (Nachrichten vom Rand der Gesellschaft) – Leider schreibe ich nicht annähernd so regelmäßig wie du, aber für die nächsten Monate habe ich mir selbst eine Auszeit vom Lektoratsarbeiten versprochen – ich hoffe, ich halte es! Dann könnte ich endlich wieder mehr schreiben, ich vermisse es so, habe so viel garbeitet, mir zu viel zugemutet, immer wegen des ollen Geldes, jetzt freue ich mich auf Ferien – nach dem 16.12., denn im Moment sitze ich noch an einem Horrorgutachten.) Hab eine gute nächste Woche!

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    • Liebe Miriam, wundervolle Worte – meinen liebsten Dank dafür! Ich bin gespannt auf deine nächsten Beiträge und hoffe bei Dir kehrt die gewünschte Ruhe und Entspannung zur Ferienzeit. Alles Gute und liebe Grüße

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